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Domestic Space | Skulptur

Florian Lechner (3D gedruckte Plastiken), Katrin Leitner, Jürgen Paas

Ausstellungsdauer: 25.4. bis 3.6.2021 | Ort: „augsburg contemporary“ / online in 3D begehbar

Florian Lechner "Clipping", 2021, (c) Florian Lechner und VG Bild-Kunst Bonn, 2021

Katrin Leitner "PFA-Tablets- und Iphones, 2020, Keramik, Installation bei augsburg contemporary

Jürgen Paas „Jukebox“, 2021, PVC, MDF

Florian Lechner (*1981, lebt in München) operiert als Bildhauer sowohl im analog-physischen bis hinein in den digital-virtuellen Raum. Er dekonstruiert und verdichtet, befragt die Konventionen der Bildhauerei sowie den Status einer Handlungsspur, eines Reliktes. Es geht um das statische Objekt bis hin zur potentiellen Möglichkeit. Er schafft auf diese Weise Erfahrungsräume im Diskurs um eine skulptural-plastische Präsenz. Seine abstrakten Werke im Grenzbereich von Realität und Fiktion können durchaus als Sinnbilder für unsere fordernde, digital geprägte Welt stehen, in der sich zunehmend die Frage stellen lässt, ob diese Unterscheidung noch ihren Sinn erfüllt. Das aktuelle Projekt “Clippings“ spürt dabei mithilfe der Verwendung von 3D-Software wie 3D-Drucker der Frage nach, ob gedruckte Plastiken eine ähnliche Funktion und Rolle für Repräsentation und Verkörperung übernehmen, wie dies bei der Fotografie der Fall ist.

Katrin Leitner (lebt in Kassel) ist eine Forscherin, die auf der Suche nach Methoden künstlerischen Denkens, Arbeitens und Argumentierens ist, nach den diversen Wegen, Zuständen und Strukturen des Wahrnehmens und des Bewusstseins, nach Formen des Verarbeitens. In ihren künstlerischen Arbeiten formuliert sie immer wieder grundlegende Fragen an die Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft an unsere Existenz, an Raum und Zeit, und setzt sich damit auseinander, wie Wissen innerhalb menschlicher Gemeinschaften bewahrt und weitergegeben werden kann. Kunst als existenzieller Bestandteil unseres Lebens, das Erstellen kultureller Informationen für nachfolgende Generationen, die komplexen Zusammenhänge unserer sozialen Strukturen und des zwischenmenschlichen Gewebes, sowie ein intuitiv guter, hochsensibler und sinnlicher Zugang zum Material selbst, bilden das Fundament ihrer künstlerischen Tätigkeiten.

Jürgen Paas (*1958, lebt in Essen) greift formal Elemente der Minimal Art auf – er schafft Kreise, Rechtecke, Quadrate, Kuben und übersetzt sie in ein offenes Malereisystem, das Einzelaspekte wie Farbe, Form und Raum befragt. Hierbei verbindet er Systematik und Ordnung mit Zufall und Regellosigkeit, die sich in einer äußerst variantenreichen und sinnlichen Materialmalerei äußert. Auf die Wand gemalte und montierte verschiedenfarbige Figurationen stehen im Dialog mit den darauf oder daneben platzierten Archivsystemen aus Halterungen, Farbtafeln und Farbbändern. Die regelmäßigen geometrischen Formen von Kreis, Rechteck und Quadrat geben eine mathematische Klarheit vor, in ihrem Zusammenspiel aber suggerieren sie einen rhythmischen Raumklang, der im Kontext synästhetischer Wahrnehmung ein polyphones Gesamtkunstwerk zur Anschauung bringt. Text: Dr. Gabriele Uelsberg, Rheinisches Landesmuseum Bonn