Marcus Lichtmannegger (geboren 1969) studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste München als Schüler von Sean Scully, Diplom 2007. Neben der künstlerischen Praxis arbeitet er im sozialen Bereich als Betreuer von Menschen mit psychischen und physischen Beeinträchtigungen. Die künstlerische Praxis spannt sich von Malerei zu Zeichnung und in den letzten Arbeiten zur Skulptur. Immer sind es spontan intuitive abstrakte Arbeiten, die ihren Ausgangspunkt in formal strengen Stukturen finden. Im Prozess wandeln sich die Arbeiten durch Zufälle, Fehler hin zu poetischen wachsenden Entitäten. Das erreicht der Künstler, indem er den Arbeitsprozess weitestgehend von seiner Autorenschaft befreit hat. Lichtmannegger lässt entstehen. Das Ego des Künstlers bleibt draußen. Spielerisch konzeptuell - ist fast natürliches Wachstum Teil der Arbeit. Es gibt einen erwachsenen Plan. Der Künstler beobachtet, wie sich das Material verhält. Er lässt die Farbe gewähren, beobachtet - wartet. Das Material sucht sich seinen eigenen Weg. Strukturen wachsen, oder zerfallen. Der Plan geht auf, ohne das Ergebnis zu antizipieren; etwas Neues entsteht. Es geht nicht um ein Experiment im wissenschaftlichen Sinne, es bildet sich eine emotionale Entwicklung ab. Die etwas Eigenständiges, Neues zeigt. Immer eine Überraschung, vor allem für den Künstler selbst, der zum Zuschauer wird. Inspiration kann ein Gespräch mit seinen transidenten Klienten oder auch das Betrachten des Flusses der Images aus dem Netz sein.


Lichtmannegger, Marcus

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