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Domestic Space | Skulptur

Florian Lechner (3D gedruckte Plastiken), Katrin Leitner, Jürgen Paas

Ausstellungsdauer: 25.4. bis 29.5.2021 | Ort: „augsburg contemporary“, Bergstr. 11, 86199 Augsburg. Öffnungszeiten Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils 14-18 Uhr u.n.V, je nach Corona-Lage.

Die Ausstellung wird auch online in 3D begehbar sein.

Florian Lechner (lebt in München) beschäftigt sich mit der Präsenz von Skulptur und Plastik im Grenzbereich von Realität und Imagination. “Clippings“ als Projekt spürt der Frage nach, ob es in diesem Zwischenraum von Imagination und Realität so etwas wie negativen Raum geben kann. Das Ergebnis sollen Skulpturen bilden. Durch die Verschiebung von Punkten zu einer Linien und weiter zu einer Fläche wird in einer 3D-Software eine räumliche Struktur aufgefaltet. Diese räumliche Struktur wird durch sich selbst verschoben, was zu einer positiv-negativen Verschränkung führt. Dieser skulptural-plastische Vorgang lässt sich in der physikalischen Welt nicht erzeugen, sondern ist nur durch Vektoren in einer Software möglich. Im zweiten Schritt erfolgt dann die Übersetzung und Materialisierung durch 3D-Druck in ein physisches Objekt (Skulptur).

Katrin Leitner (lebt in Kassel) ist eine Forscherin, die auf der Suche nach Methoden künstlerischen Denkens, Arbeitens und Argumentierens ist, nach den diversen Wegen, Zuständen und Strukturen des Wahrnehmens und des Bewusstseins, nach Formen des Verarbeitens. In ihren künstlerischen Arbeiten formuliert sie immer wieder grundlegende Fragen an die Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft an unsere Existenz, an Raum und Zeit, und setzt sich damit auseinander, wie Wissen innerhalb menschlicher Gemeinschaften bewahrt und weitergegeben werden kann. Kunst als existenzieller Bestandteil unseres Lebens, das Erstellen kultureller Informationen für nachfolgende Generationen, die komplexen Zusammenhänge unserer sozialen Strukturen und des zwischenmenschlichen Gewebes, sowie ein intuitiv guter, hochsensibler und sinnlicher Zugang zum Material selbst, bilden das Fundament ihrer künstlerischen Tätigkeiten.

Jürgen Paas (lebt in Essen) greift formal Elemente der Minimal Art auf – er schafft Kreise, Rechtecke, Quadrate, Kuben und übersetzt sie in ein offenes Malereisystem, das Einzelaspekte wie Farbe, Form und Raum befragt. Hierbei verbindet er Systematik und Ordnung mit Zufall und Regellosigkeit, die sich in einer äußerst variantenreichen und sinnlichen Materialmalerei äußert. Auf die Wand gemalte und montierte verschiedenfarbige Figurationen stehen im Dialog mit den darauf oder daneben platzierten Archivsystemen aus Halterungen, Farbtafeln und Farbbändern. Die regelmäßigen geometrischen Formen von Kreis, Rechteck und Quadrat geben eine mathematische Klarheit vor, in ihrem Zusammenspiel aber suggerieren sie einen rhythmischen Raumklang, der im Kontext synästhetischer Wahrnehmung ein polyphones Gesamtkunstwerk zur Anschauung bringt. Text: Dr. Gabriele Uelsberg, Rheinisches Landesmuseum Bonn