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Domestic Space | Malerei

Carolin Leyck, Marcus Lichtmannegger, Angela Stauber (Schaufensterbild / Wandmalerei)

Ausstellungsdauer: 14.3. bis 17.4.2021 | Ort: „augsburg contemporary“, Bergstr. 11, 86199 Augsburg. Öffnungszeiten Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils 14-18 Uhr u.n.V, je nach Corona-Lage.

Die Ausstellung wird auch online in 3D begehbar sein.

Carolin Leyck "Lob des Schattens"

Marcus Lichtmannegger "o.T."

Angela Stauber "Lichtraum"

Die neue Serie „Lob des Schattens“ von Carolin Leyck (lebt in München) ist inspiriert von dem gleichnamigen Buch von Jun’ichiro Tanizaki. Darin beschreibt der Autor Unterschiede zwischen der japanischen und der europäischen Ästhetik. Vor allem die Beispiele über den Umgang mit Licht und Schatten und die Bedeutung von Schwarz in Japan haben die Künstlerin herausgefordert das erste Mal mit dieser Farbe zu arbeiten. Schwarz ist eigentlich keine Farbe, sondern die Abwesenheit von Farbe. Sie absorbiert fast vollständig das Licht. Sie wird hier zur Bühne für die Fülle und Schönheit der anderen Farben. Der Farbauftrag ist, im Gegensatz zum Schwarz, leicht, luftig und transparent. Der malerische Prozess ist ein Hinzufügen und Wegnehmen sowie ein Modellieren der Form, die fast wie eine Skulptur im Raum steht und sich doch leicht und flatterhaft bewegt.

Die künstlerische Praxis von Marcus Lichtmannegger (lebt in Berlin) spannt sich von Malerei zu Zeichnung und in den letzten Arbeiten zur Skulptur. Immer sind es spontan intuitive abstrakte Arbeiten, die ihren Ausgangspunkt in formal strengen Strukturen finden. Im Prozess wandeln sich die Arbeiten durch Zufälle, Fehler hin zu poetischen wachsenden Entitäten. Das erreicht der Künstler, indem er den Arbeitsprozess weitestgehend von seiner Autorenschaft befreit hat. Lichtmannegger lässt entstehen. Das Ego des Künstlers bleibt draußen. Spielerisch konzeptuell - ist fast natürliches Wachstum Teil der Arbeit. Es gibt einen erwachsenen Plan. Der Künstler beobachtet, wie sich das Material verhält. Er lässt die Farbe gewähren, beobachtet - wartet. Das Material sucht sich seinen eigenen Weg. 

Auf dem großflächigen Schaufenster der Galerie wird Angela Stauber (lebt in München, Meisterschülerin von Sean Scully) eine Malerei platzieren, die die Schnittstelle zwischen Innen und Aussen, zwischen dem öffentlichen und dem privaten Raum reflektiert. Zu sehen ist eine Durchgangssituation, welche von aussen betrachtet nach innen und vom Innenraum aus gesehen nach aussen leitet. Der Blick der Betrachter*innen wird jedoch nicht gezielt geführt, sondern in einem Stakkato aus farbigen Flächen fast abgelenkt und auf die Bildfläche konzentriert. Dort verbindet sich die eigentliche Malerei mit Spiegelungen oder den Eindrücken der jeweils anderen Seite. Somit entsteht ein Spiel zwischen Tiefe und ebener Fläche. Die Künstlerin möchte vor allem für den Aussenraum ein farbiges und von Weitem zu erkennendes Zeichen setzen, dass die Kunst auch in diesen Zeiten weiterhin lebt. Der Titel „immer hier“ soll das stets Fortdauernde, die Existenz und Präsenz von Kunst unterstreichen. Daher ist es Stauber wichtig, das Fenster als Bühne, als aussen sichtbare Leinwand zu nutzen.